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Perspektiven

Wie ich denke, woran ich mich reibe und warum ich arbeite, wie ich arbeite. Längere Texte und kurze Gedanken aus Beratung, Organisation und technischer Praxis.

Artikel und Reihen

Denkeinsamkeit

Ich kann meine E-Mails selbst schreiben. Was ich nicht kann: mich zuverlässig selbst überraschen. Alle reden, welche Arbeit KI abnimmt – fast niemand, welche Einsamkeit sie beenden könnte. Und warum eine gefällige KI diese Einsamkeit nur automatisiert.

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Lokal ist kein Charakterzeugnis

„Die KI läuft lokal, die Daten bleiben im Haus.“ Beruhigend – aber „lokal“ sagt erstaunlich wenig darüber, was dort eigentlich läuft. Über Gewichte, Pakete, Laufzeit und die Berechtigung, die man besser nicht erteilt.

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Konzertpianisten

„Wie sieht dein Prompt aus?“ Diese Frage kommt nach fast jedem Workshop. Ich kann sie nicht beantworten – nicht, weil ich ihn geheim halte, sondern weil sie nach der falschen Ursache sucht. Ausschnitte aus echten Gesprächen über Monate, unverändert.

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KI ohne Nebelmaschine

Kurze Realitätschecks zu Agenten, Prompt-Magie, Automatisierung und der Frage, wer am Ende eigentlich urteilt.

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Was Organisationen kaufen, wenn sie Mission-Vision kaufen

Ein Workshop-Tag. Flipcharts, Moderationskarten, ein Poster an der Wand. Drei Monate später kann niemand mehr zitieren, was draufsteht. Das ist kein Versagen. Das ist das Muster.

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Der Fisch hat sich nicht aus Neugier entschieden, das Wasser zu verlassen

Eine persönliche Metapher über schmerzhafte Entscheidungen, Verantwortung und das, was die Nächsten erben.

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Zeig mir, wie du KI führst

Organisationen kaufen KI und führen sie wie Mindestlohnempfänger. Dann beschweren sie sich, dass sie nicht mitdenkt. Das Tool ist nie das Problem. Das Tool ist ein Spiegel.

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Notizen

Change wird bestellt, aber nur solange Führungskräfte trocken bleiben. Alle wollen das Schaumbad – Blubberbläschen ja, aber bitte nicht nass werden.
Digitale Transformation wird seit 20 Jahren beschworen, aber die Firmen sehen aus wie Windows 95 mit neuer Tapete.
Ich habe Jahre in Meetings verbracht, in denen Worte wie 'Transparenz', 'Teamgeist' oder 'Transformation' fielen. Und doch war alles, was ich hörte, das Rauschen einer Lüftungsanlage.
Die Change-Kurve wird als Ausrede hergenommen. 'Widerstand ist normal, das geht vorbei.' Bullshit. Veränderung scheitert nicht an den Mitarbeitern. Sie scheitert an der Führung, die das Spiel bestellt und dann überrascht tut, wenn sie selbst nass werden müsste.
Warum reicht dir das, was dir nicht reicht?